Alkoholfreier Gin erobert die Herzen der Gin Liebhaber - Der volle Geschmack, aber mit 0,0%
Es ist bereits seit Jahren ein Trend, der sich durch das Spirituosenregal zieht: alkoholfreies Bier, Sekt und Wein sind uns bereits bekannt und nun gesellt sich eine weitere Kategorie dazu – der alkoholfreie Gin. Für viele Kenner mag das nun wirklich merkwürdig klingen, aber immer häufiger entdeckt man die schicken Flaschen, die vollen Geschmack versprechen, trotz fehlendem Alkohol. Auch wenn man ohne den Alkohol nicht von einem vollwertigen Gin sprechen kann, so überzeugen die alkoholfreien Gins durch den Geschmack, der dem eines Gins in nahezu nichts nachsteht und stark daran erinnert. Vor allem bei dem Fahrer in der Gruppe oder Menschen mit einer Unverträglichkeit gegenüber Alkohol kommen diese Flaschen jedoch mehr als gut an, denn nun können auch sie in den herrlichen Genuss eines guten Gins kommen, ohne dass es Auswirkungen hat.
Zudem gibt es eine Gesundheitskampagne aus Großbritannien, die sich „Dry January“ also auf Deutsch „trockener Januar“ nennt. Bei dieser wird dazu aufgerufen, im Januar komplett auf Spirituosen zu verzichten, um ein Zeichen zu setzen und auf die Folgen von Alkoholkonsum aufmerksam zu machen. Darunter fällt nicht nur Alkoholismus, sondern auch betrunkenes Fahren oder gesundheitliche Langzeitschäden, die man nach Jahrelangem Alkoholkonsum davontragen kann, wie zum Beispiel Leberzirrhose. 2014 wurde die Kampagne das erste Mal offiziell gestartet und verbreitet sich seither in vielen Ländern Europas, vor allem in den Vereinten Königreichen, Frankreich und der Schweiz, aber auch hier in Deutschland möchte man nun dieses Statement setzen. Da Gin nun mal zu einer der beliebtesten Spirituosen in Großbritannien zählt, hat man sich im Zuge der Kampagne ebenfalls Gedanken um eine alkoholfreie Variante des Getränkes gemacht und kam zu einer Lösung. Aber halten die alkoholfreien Gins, was sie versprechen?
Wie wird alkoholfreier Gin hergestellt?
Mittlerweile gibt es immer mehr Destillen, die auch eine alkoholfreie Variante ihres Gins anbieten wollen, oder eine eigenständige alkoholfreie Sorte anbieten. Die Herstellung unterscheidet sich hierbei nur wenig von der gängigen Herstellung von Gins. Anstelle von Ethanol, welches destilliert wird, handelt es sich bei einem alkoholfreien Gin um Wasser. Während der Destillation werden an diversen Stellen die ausgewählten Botanicals hinzugefügt und erneut destilliert. Je nach Herstellungsverfahren wird das Wasser zweimal oder mehrfach destilliert und nimmt somit die Aromen der Botanicals an. Nach der Destillation wird der Gin gefiltert, abgefüllt und verpackt.
Als Botanicals bezeichnet man die pflanzlichen Zutaten, die dem Gin seinen unvergleichlichen Geschmack geben. Hierbei kann es sich um diverse Produkte handeln, die meistens eine pflanzliche oder landwirtschaftliche Herkunft haben. Grundstein eines jeden Gins sind Wacholderbeeren, sie machen einen Gin erst zu einem Gin. Die fruchtig herbe Wacholderbeernote wird gern von Kräutern, Wurzeln und Gewürzen begleitet, aber nur selten übertroffen. Auch Zitrusfrüchte sind bekannte und beliebte Begleitaromen, so werden Zitronenschalen, Orangenblüten und Limettenschalen dem Destillat beigefügt um einen sommerlich fruchtigen Geschmack zu erzielen. An Gewürzen sieht man auch gern Koriander, Kubebenpfeffer oder selten auch Safran. Aber auch Tee oder Blumen sind kein Fremdwort bei der Herstellung. Rosen, Gänseblümchen oder Orangenblüten sind beliebte Aromen. Wurzeln und Rinden finden ebenfalls ihren Weg in das Destillat. Hierbei bilden Angelikawurzel, Ingwer und Cassia-Rinde die bekannteste Gruppe. Allgemein gibt es für alkoholfreie Gins keine geschmacklichen Grenzen, also experimentieren die Destillen gern mit den verschiedenen Aromen und deren Kombination. Vom Gurkengin bis zum Kirschgin kann alles dabei sein.
Bekannt ist unter anderem Seedlip, der eine Hervorragende Leistung bei der Herstellung des Gins typischen Aromas zeigt. Wacholder, Zitrusfrüchte und eine Würze, die ihn sehr stark an einen Gin anlehnt. Des Weiteren ist Stryyk ein alkoholfreier Gin, der aus den Vereinigten Königreichen stammt und seit 2018 auf dem Markt zu finden ist. Er besticht durch klassisches Ginaroma und eine absolut natürliche Herkunft. Zucker, Fett, Kohlenhydrate und künstliche Aromen kann man hier lange suchen. In den Top Drei steht aber auch Siegfried Wonderleaf. Der deutsche alkoholfreie Gin zeigt vor allem auch beim Design der Flasche große Ähnlichkeiten zu herkömmlichen Gin. Er versucht nicht einen Gin zu imitieren, sondern entfaltet seinen ganz eigenen Geschmack, was ihn zwar nicht besonders als Bestandteil eines Cocktails eignet, aber pur oder auf Eis besonders köstlich macht.
Die wichtigste Frage: wie trinkt man den alkoholfreien Gin?
Genauso breit wie das Spektrum an Geschmacksrichtungen ist auch das Buch an Cocktailrezepten mit alkoholfreien Gin. Unterschiede zu dem herkömmlichen Gin gibt es aber kaum. In vielen Rezepten wird einfach der Gin durch eine passende alkoholfreie Alternative ersetzt. Aber mittlerweile hat der alkoholfreie Gin auch einige ganz eigene Rezepte.
Allgemein kann alkoholfreier Gin je nach Aroma auch gekühlt pur, auf Eis oder mit Zitronensaft getrunken werden. Aber auch als Bestandteil eine sogenannten „Virgin Cocktails“ ist der alkoholfreie Gin immer beliebter. Als Klassiker darf ein alkoholfreier Gin & Tonic natürlich nicht fehlen, wobei man je nach Geschmack des Gins ein herberes oder leichteres Tonic Water empfehlen kann.
Im Zuge der „Dry January“ Kampagne haben viele Gin-Kenner sich auch an Cocktails probiert und haben unter anderem eine alkoholfreie Variante des Negroni entwickelt. Allgemein kann man jedoch, wenn man den passenden alkoholfreien Gin gefunden hat auch jedes herkömmliche Cocktailrezept mit ihm mischen.
Fazit zu dem alkoholfreien Gin
Viele Hersteller des alkoholfreien Gins hüten sich, ihn als Gin zu bezeichnen, da ein Grundbestandteil eines Gins Wacholderbeerschnaps ist, der in diesem Falle natürlich fehlt. Allerdings sind die alkoholfreien Alternativen mittlerweile auf einem derart hohen Standard, dass einige der alkoholfreien Gins den Geschmack eines herkömmlichen Gins hervorragend nachahmen oder sogar übertreffen. Ebenso wie bei gewöhnlichen Gin gibt es ein breit gefächertes Geschmacksprofil, was für jeden eine Variante des Gins parat hält. Dier Herstellung und der Geschmack sind sehr an herkömmliche Gins angelegt und Viele Cocktail funktionieren auch mit der alkoholfreien Alternative, als Ersatz mag man sie jedoch nicht bezeichnen, sondern viel mehr als eine zusätzliche Kategorie des Gins, mit ganz eigenen Aromen und Potenzialen.
Alkoholfreier Gin erobert die Herzen der Gin Liebhaber - Der volle Geschmack, aber mit 0,0%
Es ist bereits seit Jahren ein Trend, der sich durch das Spirituosenregal zieht: alkoholfreies Bier,...
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Alkoholfreier Gin erobert die Herzen der Gin Liebhaber - Der volle Geschmack, aber mit 0,0%
Es ist bereits seit Jahren ein Trend, der sich durch das Spirituosenregal zieht: alkoholfreies Bier, Sekt und Wein sind uns bereits bekannt und nun gesellt sich eine weitere Kategorie dazu – der alkoholfreie Gin. Für viele Kenner mag das nun wirklich merkwürdig klingen, aber immer häufiger entdeckt man die schicken Flaschen, die vollen Geschmack versprechen, trotz fehlendem Alkohol. Auch wenn man ohne den Alkohol nicht von einem vollwertigen Gin sprechen kann, so überzeugen die alkoholfreien Gins durch den Geschmack, der dem eines Gins in nahezu nichts nachsteht und stark daran erinnert. Vor allem bei dem Fahrer in der Gruppe oder Menschen mit einer Unverträglichkeit gegenüber Alkohol kommen diese Flaschen jedoch mehr als gut an, denn nun können auch sie in den herrlichen Genuss eines guten Gins kommen, ohne dass es Auswirkungen hat.
Zudem gibt es eine Gesundheitskampagne aus Großbritannien, die sich „Dry January“ also auf Deutsch „trockener Januar“ nennt. Bei dieser wird dazu aufgerufen, im Januar komplett auf Spirituosen zu verzichten, um ein Zeichen zu setzen und auf die Folgen von Alkoholkonsum aufmerksam zu machen. Darunter fällt nicht nur Alkoholismus, sondern auch betrunkenes Fahren oder gesundheitliche Langzeitschäden, die man nach Jahrelangem Alkoholkonsum davontragen kann, wie zum Beispiel Leberzirrhose. 2014 wurde die Kampagne das erste Mal offiziell gestartet und verbreitet sich seither in vielen Ländern Europas, vor allem in den Vereinten Königreichen, Frankreich und der Schweiz, aber auch hier in Deutschland möchte man nun dieses Statement setzen. Da Gin nun mal zu einer der beliebtesten Spirituosen in Großbritannien zählt, hat man sich im Zuge der Kampagne ebenfalls Gedanken um eine alkoholfreie Variante des Getränkes gemacht und kam zu einer Lösung. Aber halten die alkoholfreien Gins, was sie versprechen?
Wie wird alkoholfreier Gin hergestellt?
Mittlerweile gibt es immer mehr Destillen, die auch eine alkoholfreie Variante ihres Gins anbieten wollen, oder eine eigenständige alkoholfreie Sorte anbieten. Die Herstellung unterscheidet sich hierbei nur wenig von der gängigen Herstellung von Gins. Anstelle von Ethanol, welches destilliert wird, handelt es sich bei einem alkoholfreien Gin um Wasser. Während der Destillation werden an diversen Stellen die ausgewählten Botanicals hinzugefügt und erneut destilliert. Je nach Herstellungsverfahren wird das Wasser zweimal oder mehrfach destilliert und nimmt somit die Aromen der Botanicals an. Nach der Destillation wird der Gin gefiltert, abgefüllt und verpackt.
Als Botanicals bezeichnet man die pflanzlichen Zutaten, die dem Gin seinen unvergleichlichen Geschmack geben. Hierbei kann es sich um diverse Produkte handeln, die meistens eine pflanzliche oder landwirtschaftliche Herkunft haben. Grundstein eines jeden Gins sind Wacholderbeeren, sie machen einen Gin erst zu einem Gin. Die fruchtig herbe Wacholderbeernote wird gern von Kräutern, Wurzeln und Gewürzen begleitet, aber nur selten übertroffen. Auch Zitrusfrüchte sind bekannte und beliebte Begleitaromen, so werden Zitronenschalen, Orangenblüten und Limettenschalen dem Destillat beigefügt um einen sommerlich fruchtigen Geschmack zu erzielen. An Gewürzen sieht man auch gern Koriander, Kubebenpfeffer oder selten auch Safran. Aber auch Tee oder Blumen sind kein Fremdwort bei der Herstellung. Rosen, Gänseblümchen oder Orangenblüten sind beliebte Aromen. Wurzeln und Rinden finden ebenfalls ihren Weg in das Destillat. Hierbei bilden Angelikawurzel, Ingwer und Cassia-Rinde die bekannteste Gruppe. Allgemein gibt es für alkoholfreie Gins keine geschmacklichen Grenzen, also experimentieren die Destillen gern mit den verschiedenen Aromen und deren Kombination. Vom Gurkengin bis zum Kirschgin kann alles dabei sein.
Bekannt ist unter anderem Seedlip, der eine Hervorragende Leistung bei der Herstellung des Gins typischen Aromas zeigt. Wacholder, Zitrusfrüchte und eine Würze, die ihn sehr stark an einen Gin anlehnt. Des Weiteren ist Stryyk ein alkoholfreier Gin, der aus den Vereinigten Königreichen stammt und seit 2018 auf dem Markt zu finden ist. Er besticht durch klassisches Ginaroma und eine absolut natürliche Herkunft. Zucker, Fett, Kohlenhydrate und künstliche Aromen kann man hier lange suchen. In den Top Drei steht aber auch Siegfried Wonderleaf. Der deutsche alkoholfreie Gin zeigt vor allem auch beim Design der Flasche große Ähnlichkeiten zu herkömmlichen Gin. Er versucht nicht einen Gin zu imitieren, sondern entfaltet seinen ganz eigenen Geschmack, was ihn zwar nicht besonders als Bestandteil eines Cocktails eignet, aber pur oder auf Eis besonders köstlich macht.
Die wichtigste Frage: wie trinkt man den alkoholfreien Gin?
Genauso breit wie das Spektrum an Geschmacksrichtungen ist auch das Buch an Cocktailrezepten mit alkoholfreien Gin. Unterschiede zu dem herkömmlichen Gin gibt es aber kaum. In vielen Rezepten wird einfach der Gin durch eine passende alkoholfreie Alternative ersetzt. Aber mittlerweile hat der alkoholfreie Gin auch einige ganz eigene Rezepte.
Allgemein kann alkoholfreier Gin je nach Aroma auch gekühlt pur, auf Eis oder mit Zitronensaft getrunken werden. Aber auch als Bestandteil eine sogenannten „Virgin Cocktails“ ist der alkoholfreie Gin immer beliebter. Als Klassiker darf ein alkoholfreier Gin & Tonic natürlich nicht fehlen, wobei man je nach Geschmack des Gins ein herberes oder leichteres Tonic Water empfehlen kann.
Im Zuge der „Dry January“ Kampagne haben viele Gin-Kenner sich auch an Cocktails probiert und haben unter anderem eine alkoholfreie Variante des Negroni entwickelt. Allgemein kann man jedoch, wenn man den passenden alkoholfreien Gin gefunden hat auch jedes herkömmliche Cocktailrezept mit ihm mischen.
Fazit zu dem alkoholfreien Gin
Viele Hersteller des alkoholfreien Gins hüten sich, ihn als Gin zu bezeichnen, da ein Grundbestandteil eines Gins Wacholderbeerschnaps ist, der in diesem Falle natürlich fehlt. Allerdings sind die alkoholfreien Alternativen mittlerweile auf einem derart hohen Standard, dass einige der alkoholfreien Gins den Geschmack eines herkömmlichen Gins hervorragend nachahmen oder sogar übertreffen. Ebenso wie bei gewöhnlichen Gin gibt es ein breit gefächertes Geschmacksprofil, was für jeden eine Variante des Gins parat hält. Dier Herstellung und der Geschmack sind sehr an herkömmliche Gins angelegt und Viele Cocktail funktionieren auch mit der alkoholfreien Alternative, als Ersatz mag man sie jedoch nicht bezeichnen, sondern viel mehr als eine zusätzliche Kategorie des Gins, mit ganz eigenen Aromen und Potenzialen.