Gin aus Italien
Gerüchten zufolge waren es italienische Mönche, die bereits im 11. Jahrhundert Alkohol mit Wacholderbeeren aromatisierten und als Medizin verabreichten. Die Mischung sollte gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden helfen. Ob dies nun wahr ist oder nicht, Italien hat heutzutage ganz hervorragende Gins zu bieten, die sich im Geschmack, jedoch vielleicht nicht in der Bekanntheit, mit Spirituosen wie Cinzano und Martini messen können. Darüber hinaus vertragen sie sich natürlich ganz hervorragend mit Pizza und Pasta.
Die Besonderheiten italienischer Gins
Eigentlich ist es nicht überraschend, dass in Italien eine Vielzahl von Gin-Brennereien ansässig sind. Denn die beliebte Spirituose benötigt vor allem eines für ihren typischen Geschmack: Wacholderbeeren. Italien gilt als Heimatland des Zypressengewächs. Besonders die Toskana ist berühmt für die Sträucher und ihre blau-schwarzen Beeren. Neben der Toskana gelten auch Südtirol und Venezien als besonders beliebte Gebiete bei der Gin-Herstellung. Die Namen der italienischen Gins zeigen dabei häufig ihre regionale Herkunft und sind nach Küstenabschnitten, Bergen oder auch ganzen Gebirgszügen wie den Alpen oder auch den Dolomiten benannt.
Und auch sonst ist Italien geradezu geschaffen für Gin. Neben der Wacholderbeere, können bei der Aromatisierung viele unterschiedliche Stoffe pflanzlicher Herkunft zum Einsatz kommen, die sogenannten Botanicals. Das können also Früchte, Schalen, Kräuter, Blätter, Wurzeln oder auch Blüten sein. Das mediterrane Klima lässt diese in Hülle und Fülle wachsen und zur Perfektion reifen. Dank der vielen, traditionellen Klöstergärten gibt es auch keinen Mangel an aromatischen Kräutern wie Basilikum, Fenchel, Thymian, Verbene oder Salbei. Italienischer Gin gilt im Allgemeinen als würzig, mit intensiven Aromen. Und auch intensive, fröhliche Farben sind bei den Italienern, sowohl beim Etikett als auch beim Gin selbst, sehr beliebt. Eine weitere Besonderheit stellen die außergewöhnlichen Flaschendesigns dar. Neben eckigen Flaschen, sind auch bauchige mit Henkel besonders beliebt. Häufig findet man auch Flaschen, welche quasi nur aus einem langem dünnen Hals bestehen oder sogar solche, in Form einer Büste, die an die berühmten Statuen Michelangelos erinnern.
Die Herstellung von italienischem Gin
Gin wird hergestellt, indem hochprozentiger Rohalkohol mit Wacholderbeeren und anderen Botanicals aromatisiert und anschließen erneut destilliert wird. Zur Aromatisierung stehen dabei im Allgemeinen drei Methoden zur Auswahl. Zum einen gibt es die Perkulation, bei der der Alkohol unter hohem Druck durch ein Gefäß gepresst wird, welches die Botanicals enthält. Des Weiteren ist die Dampfinfusion bekannt. Hier wird der Alkohol vorsichtig erhitzt, der aufsteigende Dampf wird entlang eines Korbs, gefüllt mit den Botanicals, geleitet. In Italien besonders beliebt ist das Verfahren der Mazeration. Hierbei handelt es sich um das Einlegen der Botanicals in Neutralakohol.
Die Mazeration gilt als eines der ältesten Verfahren der Aromatisierung und wurde ursprünglich zur Herstellung von Medizin genutzt. Um einen möglichst großen Anteil der Aromen im Alkohol freizusetzen, werden die Botanicals vor dem Einlegen meist zerkleinert, teils sogar gestampft oder geschrotet. Dabei gehen nicht nur der Geschmack auf den Alkohol über, sondern beispielsweise auch ätherische Öle.
Die Botanicals lösen sich also nicht etwa im Alkohol auf, sondern werden nur extrahiert. Dabei kann die Länge des Prozesses sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich gilt, je länger, desto intensiver der resultierende Geschmack. Man geht jedoch davon aus, dass mindestens 36 Stunden notwendig sind, um die Aromen von ihren Trägerstoffen zu lösen.
Gin aus Italien
Gerüchten zufolge waren es italienische Mönche, die bereits im 11. Jahrhundert Alkohol mit Wacholderbeeren aromatisierten und als Medizin verabreichten. Die Mischung...
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Gin aus Italien
Gerüchten zufolge waren es italienische Mönche, die bereits im 11. Jahrhundert Alkohol mit Wacholderbeeren aromatisierten und als Medizin verabreichten. Die Mischung sollte gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden helfen. Ob dies nun wahr ist oder nicht, Italien hat heutzutage ganz hervorragende Gins zu bieten, die sich im Geschmack, jedoch vielleicht nicht in der Bekanntheit, mit Spirituosen wie Cinzano und Martini messen können. Darüber hinaus vertragen sie sich natürlich ganz hervorragend mit Pizza und Pasta.
Die Besonderheiten italienischer Gins
Eigentlich ist es nicht überraschend, dass in Italien eine Vielzahl von Gin-Brennereien ansässig sind. Denn die beliebte Spirituose benötigt vor allem eines für ihren typischen Geschmack: Wacholderbeeren. Italien gilt als Heimatland des Zypressengewächs. Besonders die Toskana ist berühmt für die Sträucher und ihre blau-schwarzen Beeren. Neben der Toskana gelten auch Südtirol und Venezien als besonders beliebte Gebiete bei der Gin-Herstellung. Die Namen der italienischen Gins zeigen dabei häufig ihre regionale Herkunft und sind nach Küstenabschnitten, Bergen oder auch ganzen Gebirgszügen wie den Alpen oder auch den Dolomiten benannt.
Und auch sonst ist Italien geradezu geschaffen für Gin. Neben der Wacholderbeere, können bei der Aromatisierung viele unterschiedliche Stoffe pflanzlicher Herkunft zum Einsatz kommen, die sogenannten Botanicals. Das können also Früchte, Schalen, Kräuter, Blätter, Wurzeln oder auch Blüten sein. Das mediterrane Klima lässt diese in Hülle und Fülle wachsen und zur Perfektion reifen. Dank der vielen, traditionellen Klöstergärten gibt es auch keinen Mangel an aromatischen Kräutern wie Basilikum, Fenchel, Thymian, Verbene oder Salbei. Italienischer Gin gilt im Allgemeinen als würzig, mit intensiven Aromen. Und auch intensive, fröhliche Farben sind bei den Italienern, sowohl beim Etikett als auch beim Gin selbst, sehr beliebt. Eine weitere Besonderheit stellen die außergewöhnlichen Flaschendesigns dar. Neben eckigen Flaschen, sind auch bauchige mit Henkel besonders beliebt. Häufig findet man auch Flaschen, welche quasi nur aus einem langem dünnen Hals bestehen oder sogar solche, in Form einer Büste, die an die berühmten Statuen Michelangelos erinnern.
Die Herstellung von italienischem Gin
Gin wird hergestellt, indem hochprozentiger Rohalkohol mit Wacholderbeeren und anderen Botanicals aromatisiert und anschließen erneut destilliert wird. Zur Aromatisierung stehen dabei im Allgemeinen drei Methoden zur Auswahl. Zum einen gibt es die Perkulation, bei der der Alkohol unter hohem Druck durch ein Gefäß gepresst wird, welches die Botanicals enthält. Des Weiteren ist die Dampfinfusion bekannt. Hier wird der Alkohol vorsichtig erhitzt, der aufsteigende Dampf wird entlang eines Korbs, gefüllt mit den Botanicals, geleitet. In Italien besonders beliebt ist das Verfahren der Mazeration. Hierbei handelt es sich um das Einlegen der Botanicals in Neutralakohol.
Die Mazeration gilt als eines der ältesten Verfahren der Aromatisierung und wurde ursprünglich zur Herstellung von Medizin genutzt. Um einen möglichst großen Anteil der Aromen im Alkohol freizusetzen, werden die Botanicals vor dem Einlegen meist zerkleinert, teils sogar gestampft oder geschrotet. Dabei gehen nicht nur der Geschmack auf den Alkohol über, sondern beispielsweise auch ätherische Öle.
Die Botanicals lösen sich also nicht etwa im Alkohol auf, sondern werden nur extrahiert. Dabei kann die Länge des Prozesses sehr unterschiedlich sein. Grundsätzlich gilt, je länger, desto intensiver der resultierende Geschmack. Man geht jedoch davon aus, dass mindestens 36 Stunden notwendig sind, um die Aromen von ihren Trägerstoffen zu lösen.