Gin aus Niederlande – der Ursprung des Gins
Wenn man alle Gins grob in zwei Kategorien einteilen müsste, würde man vermutlich zwischen den trockenen Gins aus Großbritannien und den USA, die starke Botanicalaromen aufweisen und den würzig malzigen Gins aus dem Ursprungsland unterscheiden: Holland. Hier spricht man jedoch eher vom Jenever, als vom Gin. Und das hat seinen Ursprung in der Geschichte.
Der heute so typische Gin entstand aus dem damaligen Nationalgetränk Hollands. Jenever ist seit dem 17. Jahrhundert das Lieblingsgetränk der Holländer und auch der Flamen. Laut Geschichten habe damals Franciscus Sylvius Malzwein an der Leidener Universität gebrannt und diesen dann mit den Wacholderbeeren aromatisiert, von denen sich der Name Jenever ableitet und von diesem wiederum leitet sich der heute so verbreitete Begriff „Gin“ ab. Im 17. Jahrhundert war die Aromatisierung noch dringend notwendig, da das Destillat einen unangenehm überdeckenden Geschmack hatte. Der Sylvius Gin wird sogar heute noch gebrannt und in einer auffallenden dunkelgrünen Flasche mit schwarzem Etikett und mit orangener Aufschrift verkauft. Anderen Geschichten nach wurde der Wacholderschnaps schon viel früher im 13. Jahrhundert gebrannt, aber bei einem sind sie sich sicher: er stammt aus den Niederlanden.
Auch heute stellen die traditionellen Jenever-Brennereien der Niederlande die beliebte Spirituose her und exportieren in die ganze Welt, denn Jenever ist auch bei Gin-Liebhabern gern gesehen. Eine dieser Destillen ist beispielsweise Bobby‘s. Sie stellen Ihren Wacholderschnaps seit 1495 mit demselben Rezept her und verkaufen ihn in einer gewohnt schlichten, klassischen Flasche. Aber auch der Nolet Gin, der aus derselben Stadt stammt, wie die Bobby’s Drestillery, hat ein traditionsreiches Rezept. Der bekannte und beliebte Bols Jenever stellt bereits seit 1820 nach demselben Rezept Jenever her, was sich in großer Beliebtheit in den Niederlanden auszahlt.
Heutzutage dürfen sich nur noch solche Wacholderschnäpse Jenever nennen, die entweder direkt in Holland selbst hergestellt wurden, oder in einem der angrenzenden Ländern, wie beispielsweise Belgien und ein paar Bezirke Frankreichs, aber auch in einigen deutschen Gebieten in der Nähe der holländischen Grenze.
Einen holländischen Gin zeichnet vor allem der malzige Geschmack aus, da diese Gins auf der Grundlage eines Malzweins gebrannt werden, der noch mit Gewürzen und Botanicals verfeinert wird. So kommen vor allem Wurzeln und Rinde in einen Jenever, manchmal auch Zitrusfrüchte und Blüten. Allgemein findet man jedoch mehr würzige Gins in Holland als fruchtige Varianten der beliebten Spirituose, da der malzige und würzige Geschmack einen niederländischen Gin auszeichnet.
Das Design eines klassischen Jenever ist eher schlicht und elegant. Viele Destillen bevorzugen hohe, runde Flaschen und simple Schriftarten auf Ihren Etiketten. Ein holländischer Gin kann hierbei jeder Sorte entsprechen. Es gibt holländische Old Tom Gins, aber London Dry Gins. Auch wenn Holland der Ursprung des Wacholderschnapses ist, variieren auch hier die Geschmacksrichtungen. Von fruchtig blumigen Aromen bis herber Würze ist fast jede Variante vertreten. Auch die experimentellen Aromen des New Western Dry Gins, wie zum Beispiel Tomaten Gin, sind vertreten und werden in Holland gebrannt.
Gin aus Niederlande – der Ursprung des Gins
Wenn man alle Gins grob in zwei Kategorien einteilen müsste, würde man vermutlich zwischen den trockenen Gins aus...
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Gin aus Niederlande – der Ursprung des Gins
Wenn man alle Gins grob in zwei Kategorien einteilen müsste, würde man vermutlich zwischen den trockenen Gins aus Großbritannien und den USA, die starke Botanicalaromen aufweisen und den würzig malzigen Gins aus dem Ursprungsland unterscheiden: Holland. Hier spricht man jedoch eher vom Jenever, als vom Gin. Und das hat seinen Ursprung in der Geschichte.
Der heute so typische Gin entstand aus dem damaligen Nationalgetränk Hollands. Jenever ist seit dem 17. Jahrhundert das Lieblingsgetränk der Holländer und auch der Flamen. Laut Geschichten habe damals Franciscus Sylvius Malzwein an der Leidener Universität gebrannt und diesen dann mit den Wacholderbeeren aromatisiert, von denen sich der Name Jenever ableitet und von diesem wiederum leitet sich der heute so verbreitete Begriff „Gin“ ab. Im 17. Jahrhundert war die Aromatisierung noch dringend notwendig, da das Destillat einen unangenehm überdeckenden Geschmack hatte. Der Sylvius Gin wird sogar heute noch gebrannt und in einer auffallenden dunkelgrünen Flasche mit schwarzem Etikett und mit orangener Aufschrift verkauft. Anderen Geschichten nach wurde der Wacholderschnaps schon viel früher im 13. Jahrhundert gebrannt, aber bei einem sind sie sich sicher: er stammt aus den Niederlanden.
Auch heute stellen die traditionellen Jenever-Brennereien der Niederlande die beliebte Spirituose her und exportieren in die ganze Welt, denn Jenever ist auch bei Gin-Liebhabern gern gesehen. Eine dieser Destillen ist beispielsweise Bobby‘s. Sie stellen Ihren Wacholderschnaps seit 1495 mit demselben Rezept her und verkaufen ihn in einer gewohnt schlichten, klassischen Flasche. Aber auch der Nolet Gin, der aus derselben Stadt stammt, wie die Bobby’s Drestillery, hat ein traditionsreiches Rezept. Der bekannte und beliebte Bols Jenever stellt bereits seit 1820 nach demselben Rezept Jenever her, was sich in großer Beliebtheit in den Niederlanden auszahlt.
Heutzutage dürfen sich nur noch solche Wacholderschnäpse Jenever nennen, die entweder direkt in Holland selbst hergestellt wurden, oder in einem der angrenzenden Ländern, wie beispielsweise Belgien und ein paar Bezirke Frankreichs, aber auch in einigen deutschen Gebieten in der Nähe der holländischen Grenze.
Einen holländischen Gin zeichnet vor allem der malzige Geschmack aus, da diese Gins auf der Grundlage eines Malzweins gebrannt werden, der noch mit Gewürzen und Botanicals verfeinert wird. So kommen vor allem Wurzeln und Rinde in einen Jenever, manchmal auch Zitrusfrüchte und Blüten. Allgemein findet man jedoch mehr würzige Gins in Holland als fruchtige Varianten der beliebten Spirituose, da der malzige und würzige Geschmack einen niederländischen Gin auszeichnet.
Das Design eines klassischen Jenever ist eher schlicht und elegant. Viele Destillen bevorzugen hohe, runde Flaschen und simple Schriftarten auf Ihren Etiketten. Ein holländischer Gin kann hierbei jeder Sorte entsprechen. Es gibt holländische Old Tom Gins, aber London Dry Gins. Auch wenn Holland der Ursprung des Wacholderschnapses ist, variieren auch hier die Geschmacksrichtungen. Von fruchtig blumigen Aromen bis herber Würze ist fast jede Variante vertreten. Auch die experimentellen Aromen des New Western Dry Gins, wie zum Beispiel Tomaten Gin, sind vertreten und werden in Holland gebrannt.